14Jan 2018

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Hochgradige Cartier: Tortue Weltzeit – SIHH 2013 Eta Movement Replica Uhren

Komplexe Reiseuhr: die Tortue Weltzeit von Cartier Uhren Freiburg Replik

Andy Warhol, für seinen scharfen Verstand und mangelnde Empathiefähigkeit bekannter Superkünstler, erfasste die Bedeutung seiner Armbanduhr sofort. Er trug seine Tank nicht als Zeitmesser, sondern als modisches Accessoire und zog sie dementsprechend niemals auf. „Ich trage eine Tank, weil das die Uhr ist, die man haben muss!“, sagte er einmal in einem Interview.Die 1917 von Louis Cartier entworfene Tank ist bis heute eine Ausnahmeerscheinung unter den Uhren. So selbstverständlich wie keine andere ist sie Schmuckstück und Zeitmesser in einem und damit die wohl geglückteste Verbindung aus Design und Technik in der Uhrengeschichte. Das macht sie gleichzeitig zur ersten Unisexuhr überhaupt, die bei Männern wie Frauen gleichermaßen populär ist. Demokratisch ist sie überdies: Obschon ein Statussymbol, mit dem sich Berühmtheiten von Muhammad Ali bis Prinzessin Diana schmückten, war sie nie unerreichbar teuer. Eine Stahl-Tank gibt es aktuell ab 2300 Euro.Dass weder die Oyster von Rolex noch die Reverso von Jaeger-LeCoultre den universellen Klassikerstatus der Tank erreicht haben, liegt zunächst an ihrer Form. Nachdem Louis Cartier 1908 für den befreundeten Fliegerpionier Alberto Santos-Dumont mit der funktional geprägten Santos die erste moderne Armbanduhr überhaupt entworfen hatte, besann sich der Pariser Juwelier seiner Vorliebe für die einfachen, klaren Formen des französischen „zweiten Neoklassizismus“, eines Vorläufers des Art déco. Er verband dessen ausgewogene Schnörkellosigkeit mit einer weiteren, vollkommen neuartigen Form, die 1916 in Frankreich für Faszination und Schaudern sorgte: Als in jenem Jahr die ersten Bilder der im Ersten Weltkrieg eingesetzten britischen Sturmpanzer auf Gleisketten (im Englischen: Tanks) veröffentlicht wurden, brachte ihn das auf die Idee zu einer neuen, bahnbrechenden Uhr. Zwei trägerartige, den umlaufenden Gleisketten der Panzer nachgeahmte Gebilde, die zwei der verlängerten Seiten eines Quadrats nachzeichnen, erlaubten es Cartier, die Armbandbefestigungen erstmals in ein Uhrengehäuse zu integrieren. Das Ergebnis ist ein schlichtes, universelles und gleichzeitig unverwechselbares Design.

Komplexe Reiseuhr: die Tortue Weltzeit von Cartier Uhren Freiburg Replik
Komplexe Reiseuhr: die Tortue Weltzeit von Cartier

Bereits 1913 stellte der Uhrenhersteller Cartier das Modell Tortue vor, das wie der Name schon sagt mit viel Fantasie an eine Schildkröte erinnert. 100 Jahre später nun lanciert die Uhrenmarke die Tortue mit ihren integrierten Bandanstößen, die eine kunstvolle Verlängerung der geschwungenen Gehäuseflanken bilden, mit Weltzeitfunktion. Die Heimatzeit wird auf einem Halbkreis im unteren Drittel des Zifferblatts dargestellt. Das Zeigerende mit der Sonne steht für die Tagstunden, das Ende mit dem Mond für die Nachtstunden. Um Punkt sechs Uhr sind Sonne und Mond jedoch gleichzeitig zu sehen und somit ist hier die Anzeige nicht eindeutig. Mit Hilfe des Drückers bei der Zwei lassen sich die Hauptzeiger für die zweite Zeitzone in Stundenschritten vorwärtsschalten. Der Referenzort der 24 ganzstündigen Zeitzonen wird in einem Fenster auf der linken Gehäuseflanke dargestellt. Dieses Prinzip verwendete Cartier bereits vor zwei Jahren bei der Calibre de Cartier Weltzeit. Mit Hilfe eines Korrekturdrückers kann die Sommerzeit eingestellt werden. Verantwortlich für die Anzeigen ist das Kaliber 1904 MC mit Automatikaufzug. Dieses ist in einem 51 mal 45,6 Millimeter großen Gehäuse aus Weiß- oder Rotgold untergebracht und kann durch den Saphirglasboden betrachtet werden. Im Zentrum des Zifferblatts, das durch römische Ziffern eingerahmt ist, präsentiert die Tortue Weltzeit einen Teil der Weltkarte. Die Uhr kostet 35.200 Euro. ks

 

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